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Vorwort des Management Board
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Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Aktionäre,
im 1. Halbjahr sind wir bei Kostensenkung und Effizienzsteigerung sehr gut vorangekom-
men. Deshalb schlägt der dramatische Nachfragerückgang auch nicht voll auf das Ergebnis
durch: Trotz eines Umsatzeinbruchs im Konzern von 53,4% auf 213,3 Mio. Euro gegenüber
dem Vorjahreszeitraum erreichten wir mit -1,3 Mio. Euro ein nahezu ausgeglichenes berei-
nigtes operatives Ergebnis vor Steuern und Zinsen. Verglichen mit dem 1. Halbjahr 2008
konnten wir die Bruttomarge von 16,2% weitgehend stabil halten.
Ein weiterer Fokus bei der Stabilisierung des Konzerns und seiner Liquidität ist die zügige
Senkung des Net Working Capital. Auch hier können wir Erfolge vorweisen: Wir haben im
1. Halbjahr das Net Working Capital um 13,6 Mio. Euro reduziert. Besonders unsere Vorräte
bauen wir schnell ab innerhalb des letzten halben Jahres um 22,8 auf 66,3 Mio. Euro.
All diese Aktivitäten dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass uns die globale Wirt-
schaftskrise weiter stark belastet. Auch im 2. Quartal sank weltweit die Nachfrage nach
Trucks und Trailern. Besonders betroffen war der europäische Trailermarkt, der einen Rück-
gang von bis zu 90% hinnehmen musste. Ausgenommen von diesem Trend sind lediglich
die Hersteller von Spezialfahrzeugen wie Tanklastwagen und -aufliegern, Kühlern oder
Tiefladern. Erschwerend kommt hinzu, dass sich durch den Wachstumsboom bis Mitte 2008
beachtliche Lagerbestände an Lastwagen und Aufliegern sowie Komponenten aufgebaut
hatten. Sie werden langsamer abgebaut als ursprünglich angenommen und bremsen so
zusätzlich die Nachfrage.
Die Märkte in Nordamerika signalisieren indes eine langsame Stabilisierung. Das betrifft
sowohl Trailer als auch schwere Lkw. Erfreulich entwickelt sich auch das Aftermarket-
Geschäft, das sowohl in Nordamerika als auch in Europa stetig an Dynamik gewinnt. Zum
Ende des Jahres erwarten wir darüber hinaus eine Belebung im Lkw-Markt, weil neue
Emissionsvorschriften ab Anfang 2010 zu vorgezogenen Käufen führen dürften.