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und den Start der eigenen Produktion in Nordamerika aufgebaut. Das Net Working Capital
lag zum Stichtag 30. Juni 2009 bei 13,2% vom Umsatz (31.12.2008: 10,9). Das Ziel beträgt
9% vom Umsatz.
Der Netto-Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit vor Ertragsteuerzahlungen erhöhte sich
trotz der schwachen Umsatzentwicklung auf 21,0 Mio. Euro (Vj.: 20,3). Der Cashflow aus
Investitionstätigkeit lag bei -4,5 Mio. Euro (Vj.: -20,3). Darin spiegelt sich die Konsolidierung
der Aktivitäten in China wider. Der höhere Mittelabfluss im Vergleichszeitraum resultierte
aus dem Erwerb des Stützwindengeschäfts von Austin-Westran und dem Aufbau von Kapa-
zität. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtszeitraum -11,7 Mio. Euro
(Vj.: -0,1). Er ist von erheblich gestiegenen Zinsaufwendungen, bedingt durch eine größere
Inanspruchnahme und eine höhere Zinsmarge, und der planmäßigen Tilgung der Finanzie-
rung beeinflusst. Zudem spiegeln sich die Darlehen seitens eines Kunden und des Manage-
ment Board wider. Aufgrund des negativen Ergebnisses 2008 erhielt der Konzern eine Steu-
errückerstattung in Höhe der in 2008 getätigten Vorauszahlungen.
II.9 Vermögenslage
Die Bilanzsumme reduzierte sich zum Stichtag 30. Juni 2009 auf 507,0 Mio. Euro (31.12.2008:
537,4). Die Eigenkapitalquote betrug 10,5% (31.12.2008: 13,4).
Die langfristigen Vermögenswerte sind in erster Linie wegen gesunkener latenter Steuer-
ansprüche auf 340,8 Mio. Euro gesunken (31.12.2008: 350,5). Die Gesellschaft in Jinan wird
zudem nunmehr vollkonsolidiert und nicht mehr wie bisher im Konzernabschluss ,,at Equity"
berücksichtigt. Die kurzfristigen Vermögenswerte sind von gestiegenen liquiden Mitteln
und dem niedrigeren Working-Capital-Bedarf geprägt. Wegen gesunkener Nachfrage und
eines straffen Forderungsmanagements reduzierten sich die Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen auf 70,6 Mio. Euro (31.12.2008: 82,3). Die Vorräte gingen auf 66,3 Mio. Euro
zurück (31.12.2008: 85,8). Die liquiden Mittel stiegen auf 14,2 Mio. Euro (31.12.2008: 8,6).
Das Eigenkapital reduzierte sich in erster Linie wegen des Bilanzverlusts auf 53,4 Mio. Euro
(31.12.2008: 72,1). Nach der Schließung des Pensionswerks in Deutschland sind die Pensions-
rückstellungen erstmals rückläufig. Nach der planmäßigen Tilgung der Bankschulden sowie
durch gesunkene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich die
kurzfristigen Schulden auf 384,1 Mio. Euro (31.12.2008: 399,1). Die sonstigen kurzfristigen
Rückstellungen vor allem für die Restrukturierung und den Stellenabbau gingen plan-
mäßig auf 10,8 Mio. Euro (31.12.2008: 13,9) zurück.
II.10 Mitarbeiter
SAF-HOLLAND hat nach dem Stichtag 30. Juni 2009 einen Ergänzungstarifvertrag mit der
IG Metall vereinbart und spart somit einen mittleren einstelligen Millionenbetrag in diesem
und im kommenden Jahr. Zugleich enthält die Vereinbarung Standort- und Beschäftigungs-
garantien für unsere Mitarbeiter. Gemäß dem Ergänzungstarifvertrag gilt die planmäßige
Tariferhöhung erst ab 1. Januar 2010 statt bereits ab 1. Mai 2009. Zugleich entfallen 2009
und im kommenden Jahr 50 Prozent des zusätzlichen Urlaubsgelds. In diesem Jahr wird
zudem kein Weihnachtsgeld gezahlt. Im nächsten Jahr sind zunächst nur 50 Prozent des
vereinbarten Weihnachtsgeldes garantiert; die zweite Hälfte wird abhängig vom Erreichen
bestimmter Unternehmenskennzahlen im April 2011 ausgezahlt. Die Vereinbarung sieht